Kinder


Die wirklich Leidtragenden sind jedoch die Schwächsten der Gesellschaft – die Kinder!

Die Zahl der Waisenkinder, die der Krieg hinterlassen hat, ist unzählbar. Die Solidarität unter der Bevölkerung ist gross. Viele, auch entfernteste Angehörige „adoptieren“ Kinder und integrieren sie in ihre eigenen Familien. Viele Kinder haben jedoch alle Angehörigen verloren. Neben den erlittenen Traumata, dem Mangel an Nahrung und medizinischer Hilfe kommt die Hoffnungslosigkeit - keine Schule zu besuchen, keine Ausbildung zu erhalten und später keinen Beruf auszuüben. Dies ist besonders in den ländlichen Gegenden der Fall.
Die Alphabetisierung in Ruanda beträgt lediglich 69 Prozent. Der kostenlose Zugang zu Primar- und Oberstufenschule ist nicht gesichert. Im Norden des Landes kommen auf einen Lehrer 70 Schüler, nicht unüblich sind Klassen mit 120 Schülern.


Die Zahl der Kinder, die ohne Erwachsene, völlig auf sich selbst gestellt aufwachsen, wird laut Uno-Kinderhilfswerk Unicef auf 100’000 geschätzt. In diesen Kinderfamilien ist meistens das Älteste allein und ohne jede Unterstützung von Erwachsenen für sich und seine Geschwister verantwortlich


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